Wiss. Assistentin am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Department Germanistik und Komparatistik
Bismarckstraße 1B
91054 Erlangen

Raum B5A6
Telefon 09131-85 22922
Email Caroline.Welsh@fau.de

 

 

 

 

 

 

I. Vita - II. Lehr- und Forschungsschwerpunkte - III. Publikationen

I. Vita

1983 - 1992  Studium der Germanistik, Anglistik und Linguistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

1992 – 1993 Stipendium und Forschungsaufenthalt an der University of Madison (Wisconsin, USA)

1993 - SS 1998  DAAD-Lektorin für deutsche Sprache und Literatur, German Department, University of Sussex, Brighton (GB)

1998 - 2002  Promotion am Graduiertenkolleg Klassizismus und Romantik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Dissertation: Hirnhöhlenpoetiken. Literatur und Ästhetik im Spiegel anthropologischer Theorien zur Wahrnehmung um 1800

1999 - 2000 "Reintegrationsstipendium" des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)

2000 - 2002 Promotions-Stipendium des Evangelischen Studienwerks Villigst

2002 - 2005  Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin im DFG-Forschungsprojekt “Leonardo-Effekte“ – Exemplarische Konstellationen aus der Trennungs-geschichte von Natur- und Geisteswissenschaften (Forschungsschwerpunkt: Die Denkfigur der ‚Stimmung’ in Physiologie, Psychologie und Ästhetik)

2006 - 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth, am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie an der FU Berlin, am Department für Germanistik und Komparatistik an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und am Department für Germanistik   

2010  Habilitationsstipendium der Universität Erlangen-Nürnberg Department für Germanistik und Komparatistik, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

2012 Habilitation an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Venia legendi für das Fachgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Habilitationsschrift: Kumulative Habilitation zum Themenbereich Literatur und Wissensgeschichte

2012 Lehrauftrag am Deutschen Seminar der Universität Basel (Schweiz)

2012-2013 Lehrbeauftragte am Department für Germanistik und Komparatistik, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Seit Februar 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department für Germanistik und Komparatistik, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

II. Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Literatur und Wissenschaftsgeschichte (transdisziplinäre Denkfiguren)
  • Literatur und Medizin (anthropologische und ethische Fragestellungen)
  • Der Nationalsozialismus in der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur
  • Ästhetik und Poetik um 1800 und um 1900 im wissensgeschichtlichen Kontext
  • Literatur und Musik um 1800: Medientransformationen und -reflexionen
  • Klassik, Romantik, Literatur um 1900, Gegenwartsliteratur

Laufende Arbeitsprojekte

  • Diskurse über Sterben und Sterbehilfe in Literatur und Medizin zwischen Aufklärung und Gegenwart
  • DFG-Netzwerkprojekt: Hör-Wissen. Zur Wissensgeschichte des Hörens in der Moderne: Sirenische Gesänge und ihre Medien. Wissensgeschichtliche und mediale Aspekte der Transformationen eines Mythos

III. Publikationen

Bücher

a) Monographien

1. Hirnhöhlenpoetiken. Theorien zur Wahrnehmung in Wissenschaft, Ästhetik und Literatur um 1800, Freiburg i.Br.: Rombach (Reihe Litterae) 2003.

b) Herausgeberschaften

2. Welsh, Caroline, Stefan Willer (Hrsg.), Interesse für bedingtes Wissen. Wechselbeziehungen zwischen den Wissenskulturen, München: Fink (Trajekte) 2008.

3. Hoffmann, Christoph, Caroline Welsh (Hrsg.), Umwege des Lesens. Aus dem Labor philologischer Neugierde, Berlin: Parerga 2006.

4. Welsh, Caroline, Christina Dongowski, Susanna Lulé (Hrsg.), Sinne und Verstand. Ästhetische Modellierungen der Wahrnehmung um 1800, Würzburg: K&N (SfR Bd. XVIII) 2002.


Unselbstständige Publikationen

a) Aufsätze in Zeitschriften

6. Nachwirkungen des Nationalsozialismus. Mechanismen der Schuldübertragung auf die Kinder der Täter in Martin Walsers Drama Der Schwarze Schwan, in: IASL 37 (2012) 1-30.

7. Euthanasie, Lebenswille, Patiententäuschung. Arthur Schnitzlers literarische Reflexionen im Kontext zeitgenössischer Medizin und Literatur, in: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft 55 (2011), S. 275-306.

8. Die ‚Stimmung’ im Spannungsfeld zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Ein Blick auf deren Trennungsgeschichte aus der Perspektive einer Denkfigur, in: NTM. Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin 17 (2009) 135-169.

9. Nerven – Saiten – Stimmung. Zur Karriere einer Denkfigur zwischen Musik und Wissenschaft 1750-1850, in: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte. Organ der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte 31 (2008) Heft 2, S. 113-129.

10. Dittmann, Jürgen, Rosa A. Fehrenbach, Caroline Welsh, Morphosyntaktische Abweichungen bei Schizophrenie. Ein Überblick über den Stand der Forschung, Neurolinguistik (1989) Heft 2, 145-173.

b) Aufsätze in Sammelbänden

11. Zur psychologischen Traditionslinie ästhetischer Stimmung zwischen Aufklärung und Moderne, in: Anna-Katharina Gisbertz (Hrsg.), Stimmung. Zur Wiederkehr einer ästhetischen Kategorie, München: Fink 2011, S. 131-155.

12. Ätherschwingungen und Nervenvibrationen: Leonard Eulers Seele in der camera obscura des Körpers und die Probleme der Wahrnehmung im 18. Jahrhundert, in: Horst Bredekamp, Wladimir Velminski (Hrsg.), Mathesis & Graphe. Leonard Euler zum 300. Geburtstag, Berlin: Akademie Verlag 2010, S. 225-237.

13. 1800/1900. Ästhetische und psychische Stimmungen im Wandel dualistischer Modelle, in: Markus Dauss, Ralf Haekel (Hrsg.), Leib/Seele – Geist/Buchstabe. Dualismen in der Ästhetik und den Künsten um 1800 und 1900, Würzburg: Königshausen & Neumann 2009 (Stiftung für Romantikforschung Bd. XLI), S. 269-292.

14. Zur Kulturgeschichte der Totenmaske, in: Jonas Maatsch, Christoph Schmälzle (Hrsg.), Schillers Schädel: Physiognomie einer fixen Idee (Begleitband zur Ausstellung im Schiller-Museum Weimar) Göttingen: Wallstein 2009, S. 68-71.

15. Resonanz – Mitleid – Stimmung: Grenzen und Transformationen des Resonanzmodells im 18. Jahrhundert, in: Karsten Lichau, Rebecca Wolf, Viktoria Tkaczyk (Hrsg.), Resonanz. Potentiale einer akustischen Figur, München: Fink 2009, S. 103-122.

16. Die Sirene und das Klavier. Vom Mythos der Sphärenharmonie zur experimentellen Sinnesphysiologie, in: Bernhard Dotzler, Henning Schmidgen (Hrsg.), Parasiten und Sirenen: Zwischenräume als Orte der materiellen Wissensproduktion, Bielefeld: transcript 2008, S. 143-177.

17. Die „Dunkelheit hinter dem Stirnportal“. Begegnungen von Literatur und Hirnforschung zwischen 1800 und 2000, in: Jahrbuch Literatur und Medizin Bd.1 (2007), S. 95-111, wiederabgedruckt in: Sylvia Sasse, Wladimir Velminski (Hrsg.), Hirngespinste. Denkprozesse zwischen Störung, Genialität und Fiktionalität (erscheint 2013).

18. Die Figur der Stimmung in den Wissenschaften vom Menschen. Vom Sympathie-Modell zur Gemüts- und Lebensstimmung, in: Arne Höcker, Jeannie Moser, Philippe Weber (Hrsg.), Wissen. Erzählen. Narrative der Humanwissenschaften, Bielefeld: transcript 2006, S. 53-64.

19. Von der Ästhetik der Rührung zur Autonomieästhetik. Physiologie und Ästhetik bei Kant und Schiller, in: Marie Guthmüller, Wolfgang Klein (Hrsg.), Ästhetik von unten. Empirie und ästhetisches Wissen, Tübingen/Basel: Francke 2006, S. 113-139.

20. Die Akte des Uhrmachers, in: Christoph Hoffmann, Caroline Welsh (Hrsg.), Umwege des Lesens. Aus dem Labor philologischer Neugierde, Berlin: Parerga 2006, S. 61-77.

21. „Töne sind Tasten höherer Saiten in uns“. Denkfiguren des Übergangs zwischen Körper und Seele, in: Gabriele Brandstetter, Gerhard Neumann (Hrsg.), Romantische Wissenspoetik. Die Künste und die Wissenschaften um 1800, Würzburg: Königshausen & Neumann 2004 (Stiftung für Romantikforschung Bd. XXVI), S. 73-89.

22. Wie aus Tönen Bilder werden. Zur Figuration der Musik und ihrer Kritik bei Brentano und Görres, in: Caroline Welsh, Christina Dongowski, Susanna Lulé (Hrsg.), Sinne und Verstand. Ästhetische Modellierungen der Wahrnehmung um 1800, Würzburg: Königshausen & Neumann 2002 (Stiftung für Romantikforschung Bd. XVIII), S. 169-187.

23. Die Physiologie der Einbildungskraft. Zum Verhältnis zwischen Physiologie und Autonomieästhetik bei Tieck und Novalis, in: Max Bergengruen, Roland Borgards, Johannes Lehmann (Hrsg.), Die Grenzen des Menschen. Ästhetik und Anthropologie um 1800, Würzburg: Königshausen & Neumann 2001, (Stiftung für Romantikforschung Bd. XVI) S. 113-134.

24. La physiologie de l’imagination vers 1800. Du rapport entre la physiologie et l’esthetique de l’autonomie chez Tieck et Novalis, Revue Germanique Internationale, Vol. 16/ 2001, Entre classicisme et romantisme autour de 1800, 165-184 (Übersetzung von Aufsatz 23).

25. Metaphor and Method in Thomas Pynchon’s `Crying of Lot 49´, in: Bernhard Debatin, Timothy R. Jackson, Daniel Steuer (Hrsg.), Metaphor and Rational Discourse, Stuttgart: Niemeyer 1997, S. 123-136.

c) Einleitungen

26. Die wechselseitige Bedingtheit der Wissenskulturen – ein Gegenentwurf zur Trennungsgeschichte (zusammen mit Stefan Willer), Einleitung zu Welsh, Caroline, Stefan Willer (Hrsg.), Interesse für bedingtes Wissen. Wechselbeziehungen zwischen den Wissenskulturen, München: Fink 2007, S. 9-18.

27. Philologische Neugierde – “in jedem Augenblick auf das Äußerste gefaßt” (zusammen mit Christoph Hoffmann), Einleitung zu: Christoph Hoffmann, Caroline Welsh (Hrsg.), Umwege des Lesens. Aus dem Labor philologischer Neugierde, Berlin: Parerga 2006, S. 9-13.

28. Sinne und Verstand. Ästhetische Modellierungen der Wahrnehmung um 1800 (zusammen mit Christina Dongowski), Einleitung zu Welsh, Caroline, Christina Dongowski, Susanna Lulé (Hrsg.), Sinne und Verstand. Ästhetische Modellierungen der Wahrnehmung um 1800, Würzburg: K&N (SfR Bd. XVIII) 2002, S. 7-19.

d) Lexikonartikel und Aufsätze in Handbüchern

29. Stimmung - The Emergence of a Concept and its Modifications in Psychology and Physiology, in: Birgit Neumann, Ansgar Nünning (Hrsg.), Travelling Concepts for the Study of Culture, Berlin/New York: de Gruyter 2012, S. 267-289.

30. „Affekte“, in: Bettina von Jagow, Florian Steger (Hrsg.), Literatur und Medizin im europäischen Kontext. Ein Lexikon, Göttingen 2005, Sp. 23-30.

31. „Gehirn“, in: Bettina von Jagow, Florian Steger (Hrsg.), Literatur und Medizin im europäischen Kontext. Ein Lexikon, Göttingen 2005, Sp. 263-268.

e) Rezensionen

32. Janina Wellmann: Die Form des Werdens. Eine Kulturgeschichte der Embryologie 1760-1830, in: NTM. Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin 20 (2012) 241-243.33. Barbara Naumann. Das Musikalische in der Poetik der Frühromantik, in: Musik und Ästhetik Bd. 1 (1997) Heft 4, 98-102.

34. Klaus-Dieter Krohn (Hrsg.), Frauen und Exil. Zwischen Anpassung und Selbstbehauptung (Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch, Bd. 11, München 1993), in: Edward Timms, Ritchie Robertson (Hrsg.), Austrian Exodus. The Creative Achievements of Refugees from National Socialism. Austrian Studies VI, Edinburgh University Press 1994, S. 209-211.

f) Öffentliche Medien

35. Welsh, Caroline, Mai Wegener, Leonardo-Effekte. Die Zwingburg der Begriffe zerschlagen, in: Forum Humanum Frankfurter Rundschau (31. August 2004) 202, S.16.

36. Johann Wilhelm Ritter. Ein Physiker der deutschen Romantik, Radiofeature für den Südwestdeutschen Rundfunk, gesendet am 1.12. 2002.